Am äussersten Rand des Küsnachter Quartiers Heslibach, fast an der Grenze zum nahe gelegenen Nachbardorf Erlenbach, hat unser Grossvater vor genau 100 Jahren eigenhändig ein spätklassizistisch angehauchtes Zürichseehaus erbaut. In diesem vermieten wir an ein Paar oder eine Familie - Kinder und Haustiere sind ausdrücklich willkommen - zwei übereinander liegende Stockwerke als wohntechnische Einheit.
Ursprünglich handelte es sich um die zwei oberen von insgesamt drei Einzelwohnungen. Jene beiden werden aber seit über 60 Jahren gemeinsam genutzt und sind entsprechend eingerichtet. Die Verbindung zwischen den beiden Stockwerken erfolgt über das gemeinsam genutzte Treppenhaus. Anders als in einer klassischen Maisonette ergibt sich so ein klar konturiertes «überune» und «überobe». In dieser gewissermassen nomadischen Existenz ist man entweder «da» oder «dort». Die Inkonvenienz des nicht-privaten Zwischenraums vereinfacht im Gegenzug die familieninterne Privatsphäre.
Das «überune» umfasst die bildungsbürgerliche Doppelstube von 1968 mit 35 m2, die sich über die ganze Breite des Hauses hinzieht, sowie ein 1997 gestaltetes kombiniertes Entrée und Esszimmer mit 22 m2. Eine Wohnküche à 9 m2 und eine Nasszelle mit WC/Bad à 4 m2 (beide ebenfalls von 1997) ergänzen diese Etage, die auf der Südseite auch über einen 8 m2 grossen Südbalkon mit reich verziertem Jugendstil-Eisengeländer verfügt. Im «überobe» befinden bereits unter dem Dachansatz neben einem kombinierten Entrée und Wohnraum mit 20 m2 zwei Schlafzimmer à 14 und 6 m2, eine Ankleide à 7 m2 mit Lavabo sowie eine 4 m2 grosse Nasszelle mit WC/Dusche. Diese spiegelt die unverkennbare Ästhetik ihres Renovationsjahres 1974, der Rest der Etage ist 1992 renoviert worden. Die Wohnräume verfügen über Parkettboden, die noch vorhandenen Türen haben Holzschwellen. Das über 5 m lange Einbau-Büchergestell im oberen Wohnzimmer stammt vom bisherigen Bewohner und kann übernommen werden.
Gemeinsam genutzt werden ausser dem Treppenhaus auch Keller und Estrich. Im Keller steht in der Waschküche eine eigene Waschmaschine zur Verfügung, der Tumbler wird gemeinsam genutzt. Ferner gibt es hier eine Velogarage, eine Handwerkremise sowie einen eigenen Abstellraum. Unter dem Dach trocknet die Wäsche ganz ohne Energieaufwand im Sommer innert 1 Stunde und im Winter innert 2 Tagen. Hier lässt sich das eine oder andere nur selten gebrauchte Ding deponieren, und man kann die fast ungetrübte Seesicht von Horgen bis Kilchberg geniessen.
Zu allen vier Seiten erstreckt sich in einem rund 5 m breiten Streifen ein Garten um das Haus herum. Als einziger in der weiteren Nachbarschaft des leicht geneigten Terrains ist er vollständig eben. Bei Interesse an der Gartenbewirtschaftung besteht Gelegenheit, sich darin auf einem Teil der Fläche nach eigenem Gusto zu verwirklichen – sei es als Kinderspielplatz, Nutzgarten oder für die gesteigerte Ästhetik.
Den Strombedarf im alltäglichen Umfang - inklusive Warmwasseraufbereitung - decken PVA und Batterie weitgehend autark. Swisscom-Glasfaser und GGA-Anschluss sind vorhanden. Die Heizung ist über das kommunale Fernwärmenetz mit Energiegewinnung aus dem Seewasser ökologisch nachhaltig sichergestellt. Deren vom Gaspreis und der bezogenen Energiemenge abhängige Gebühr wird monatlich zu 50% als variable Nebenkosten verrechnet.
In 200 bis 300 Metern Gehdistanz gibt es in Erlenbach gleich ennet der Gemeindegrenze je einen Migros (mit Denner) und Coop. Fachgeschäfte sind eher im 2 km entfernten Küsnachter Dorfzentrum zu finden, wenn man sich nicht ohnehin gleich nach Zürich begibt.
Der Nachwuchs besucht zumindest für Kindergarten und Unterstufe die Schulanlage Heslibach, die sich in Hörweite ihres kleinen Glockentürmchens befindet; die Grösseren fahren ins Dorf oder nach Zürich.
Das Haus liegt direkt an der Veloroute 66 Zürich – Rapperswil. Auf den Perron des Bahnhofs Erlenbach mit S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen 06 und 22h sind es zu Fuss genau 300 Meter. Richtung Dorfzentrum nur wenig weiter entfernt ist eine Haltestelle des Küsnachter Ortsbusses, auch zwei Schiffstege mit regelmässigen bzw. gelegentlichen Verbindungen nach Zürich, nach Thalwil sowie seeaufwärts lassen sich in Gehdistanz erreichen. Für ein eigenes Auto gibt es hier gar keinen und für fremde Autos fast keinen Platz; Menschen mit einem, zwei oder vielen fahrbaren Untersätzen finden in weniger gut öV-erschlossenen Gegenden schöne Wohngelegenheiten und werden eingeladen, sich dort umzuschauen. Automobiler Besuch muss sich ein bisweilen mehrere Dutzend Meter entferntes freies Parkfeld der blauen Zone suchen.
In Gehdistanz befinden sich das kleine Erlenbacher Kastenbad sowie das grosszügig gestaltete Küsnachter Strandbad «Sträme», das im Winterhalbjahr auch eine See-Sauna anbietet.
Die bis zu 100-jährige Bausubstanz verlangt das nötige Mass an Rücksichtnahme und Toleranz. Natürliche Immissionen aller Art (ausserhalb nachtschlafener Zeit auch eigenhändig gespielte Musik) gibt es halt einfach, gegenüber elektronisch erzeugten Geräuschen besteht während der allgemeinen Ruhezeiten keine Duldungspflicht – deren Erzeugung wird dann unterlassen und auch sonst auf ein Minimum beschränkt, das jenseits der ringhörigen Wände und Böden nicht stört.
Regelmässige externe Emissionen kommen in akustischer Form von der Bahnlinie Zürich – Meilen, auf der 6 bis 8 Züge pro Stunde und Richtung in gut 60 m Entfernung vorbeifahren und dabei mehrheitlich beschleunigen oder bremsen. Eine gewisse Konditionierung an Bahngeräusche ist für den Seelenfrieden an diesem Ort somit unerlässlich, insbesondere wenn die isolierenden Fenster geöffnet bleiben sollen. Bei nächtlichen Gleisbauarbeiten gibt es alle 1-2 Jahre mal auch exzessiven Lärm, der jeweils frühzeitig angekündigt wird. Der Flughafen-Südanflug über den Pfannenstiel führt zu gelegentlich knapp hörbaren Immissionen, zumindest in Randzeiten und an Feiertagen. Von der Strasse ist dank 30er-Zone und den wenigen versetzt angeordneten öffentlichen Parkfeldern relativ wenig zu hören. Aber ja, dann und wann fährt schon auch ein Auto, ein Töff oder ein holeiender Velo-Peloton mit erhöhtem Schallpegel vorbei.
Die Parzelle zwischen uns und der Bahnlinie wird 2027-2028 neu bebaut, was phasenweise zu Bauimmissionen aus nächster Nähe führen wird. Die Fertigstellung lässt sodann einen gering ausfallenden zusätzlichen Schutz vor den Bahnemissionen ebenso erwarten wie eine weitere Einschränkung der Seesicht, die dann auch vom oberen Stockwerk aus nur noch seitlich gewährleistet, vom Balkon aus aber weiterhin durchaus toll sein wird.
Bei Interesse für einen Besichtigungstermin in diesem nichtalltäglichen Objekt bitten wir um eine schriftliche Darlegung der Motivation, der Haltung zu den erwähnten Inkonvenienzen sowie der persönlichen Mobilität. Hier sollen Menschen wohnen, die den Ort «wie er ist» ins Herz schliessen und die in Mehrheitsmeinung eventuell als Nachteile qualifizierten Besonderheiten nicht einfach wegen der unterdurchschnittlichen Bepreisung widerwillig in Kauf nehmen.